Die Zweitausender – Eigenverantwortung



Ist Qualität machbar? Bereits 1995 startete die damalige Senatsschulverwaltung das Modellprojekt „Schule in erweiterter Verantwortung“. Ab 2000 erfolgten Mitarbeiterbefragungen durch das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) und durch die Humboldt-Universität Berlin (HUB).

Es wurden schulspezifische Stellenausschreibungen erfolgreich eingeführt. In der Senatsverwaltung entstanden Masterprofile für Schulleiterinnen und Schulleiter. Mehrere OSZ beteiligen sich an der Fortbildung „Pädagogische Schulentwicklung (PSE)“ beim Landesinstitut für Schule und Medien. Am 1. August 2001 startete das erste Modellprojekt „Personalkostenbudgetierung an Schulen“. Die beteiligten Schulen erhielten ein Budget in Höhe von zwei Prozent der Personalmittel, das sie eigenverantwortlich bewirtschafteten. Sie konnten davon Lehrkräfte und anderes schulisches Personal befristet beschäftigen. Noch vor dem Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes im Februar 2004 startete die Senatsbildungsverwaltung zum Schuljahr 2003/04 das Modellvorhaben Eigenverantwortliche Schule (MeS).

Die teilnehmenden berufsbildenden Schulen verpflichteten sich, die Arbeitsfelder Unterrichtsorganisation und Unterrichtsgestaltung sowie Qualitätssicherung und Rechenschaftslegung zu bearbeiten. Daneben konnten sie wählen, ob sie auch an den Arbeitsfeldern Personal- und Sachmittelbewirtschaftung teilnehmen wollten. Die schwierige Haushaltslage in Berlin brachte viele positive Neuerungen in Sachen wirtschaftliches und eigenverantwortliches Handeln der OSZ mit sich, war jedoch teilweise auch kontraproduktiv für andere Felder. So wurden z.B. Stellen in den einzigartigen OSZ-Fachbibliotheken gestrichen, die für das jeweilige Berufsfeld aufgebaut worden waren.